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Über uns

Über 65 Jahre Christlich Demokratische Union in Weilburg - Unsere Historie

 
Den Stadtverband der Weilburger CDU besteht seit über 65 Jahren. Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte in der amerikanischen Zone am 27. August 1945 die Genehmigung zur Gründung politischer Parteien auf Kreisebenen und am 23. November 1945 für die Gründung auf Landesebene.
Am 10. Oktober 1945 beantragten sechs Weilburger Bürger und eine Bürgerin (Ferdinand Bergmann, F. Beres, H. Eberhart, P. Schmidt, E. Strauß, Dr. Schuster und Frau Schlitt) bei der Militärregierung, die Gründung einer christlich demokratischen Partei für den Oberlahnkreis zu genehmigen. Dies war auch die Geburtsstunde für die Union in unserer Stadt.

Am 2. Dezember 1945 fand die erste öffentliche Veranstaltung der CDU Weilburg in der Aula des Gymnasiums statt. Die CDU Hessen wurde erst am 25. November 1945 in der Geschäftsstelle der CDU Frankfurt gegründet. Allerdings lag die alleinige politische Souveränität weiterhin bei den Besatzungsmächten. Teilweise noch während des Krieges setzte die amerikanische Militärregierung Bürgermeister, Landräte und Regierungspräsidenten ein. In Weilburg hatte 1945 die Militärregierung zunächst Theo Oberheitmann als Bürgermeister eingesetzt. Am 1. August übertrug sie dieses Amt Willy Heigel, der es bis 1948 innehatte. Die sieben CDU-Gründungsmitglieder zeigten Mut und wagten den richtigen Weg in die Zukunft, denn in Weilburg herrschten bisher andere Machtverhältnisse: (Reichstagswahl vom 6.11.1932: NSDAP 47,2%; Reichstagswahl vom 5.03.1933: NSDAP 57,1% ).
Bei der ersten Gemeindewahl am 20. Januar 1946 kandidierten grundsätzlich nur drei Parteien: CDU, SPD und KPD. Mit Genehmigung der Militärregierung konnten auch andere Parteien kandidieren. In Weilburg kam die LDP/FDP hinzu.

Das Wahlergebnis sah folgendermaßen aus:
2549 Wahlberechtigte
1986 Wähler, Wahlbeteiligung: 77,9 %
CDU           675    34,6 %
SPD           641    32,9 %
LDP           551    28,3 %
KPD           82      4,2 %
619 Personen waren aus politischen Gründen von der Wahl ausgeschlossen.
Das Ergebnis zeigte, dass die CDU bereits bei der ersten Wahl nach Kriegsende - wenn auch knapp - die stärkste Partei in Weilburg war.
 
Bei den folgenden Gemeindewahlen wurden jedoch, im Gegensatz zu den Landtags- und Bundestagswahlen, vorrangig nicht die bekannten Parteien, sondern örtliche Wählergruppen favorisiert. An dieser Praxis wurde über viele Wahlen hindurch festgehalten. Man kann sagen, bis zur Gebietsreform. Die dörflichen Probleme sollten nicht primär unter parteipolitischen Aspekten gelöst werden.
 
Die erste Kreistagswahl des Oberlahnkreis fand am 28. April 1946 statt:
2598 Wahlberechtigte
1883 Wähler, Wahbeteiligung: 72,5 %
CDU  1148 Wähler        62,4 %
SPD    599 Wähler        32,6 %
KPD      93 Wähler          5,1 %
Der Trend der CDU bei der Gemeindewahl in Weilburg wurde auf Kreisebene bestätigt und zeigte, dass die CDU mit großem Abstand die stärkste Kraft in Oberlahnkreis wurde.
 
Nach der Gründung und in der Zeit bis zur kommunalen Gebietsreform 1971 waren  Ortsvorsitzende der CDU:
Schulrat Span, der auch Kreisvorsitzender war,
Karl Hild,
Herr Ress,
Otto Schulze,
Siegfried Schmidt.
 
In der Stadtverordnetenversammlung und im Magistrat wirkten mit:
Hermann Schmidt,
Hans Knuppertz,
Karl Hild,
Johannes Kotoucz, kurzfristig auch im Kreistag,
Dr. Rudolf Mainzer,
Josef Ganzky,
Ewald Gemmer,
Otto Schulze,
Rudi Wüst,
Hans Jörke.
 
Die Weilburger CDU war auf Kreisebene ein wenig in den Hintergrund geraten, mehr im Vordergrund waren die katholischen Gemeinden des Westerwaldes. Von Mengerskirchen aus wirkten die Gebrüder Leuninger. Ernst Leuninger trat später aus persönlichen Gründen zur SPD über.
 
Kreisvorsitzende der CDU im Oberlahnkreis waren:
Frau Bungarten (Runkel)
Herr  Ress (Waldhausen)
Dr. Ernst Loew (Weilmünster) bis 1974 MdL
 
Die Weilburger CDU stellte mit Dr. Manfred Langner eine führende Persönlichkeit, die sowohl auf Landes- als auch auf Bundeseben aktiv war. Dr. Langner wurde 1968 erstmals in den Kreistag gewählt, 1974 in den Landtag und 1976 in den Bundestag, dem er bis 1990 angehörte.
 
Nach der Gebietsreform1971 bildete sich ein Stadtverband in der neuen Großgemeinde Weilburg, dessen Vorsitzender von 1974 bis 2005 Josef Plahl war. 2006 wurde er zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Seit 2005 führt Hartmut Eisenträger den Stadtverband. Im Jahre 2005 feierte die CDU Weilburg ihr 60jähriges Bestehen und der damalige Vorsitzende Josef Plahl begrüßte dazu zahlreiche Festredner im Komödienbau in Weilburg.

Aktuell stellt die Weilburger CDU im Stadtparlament 13 Stadtverordnete (von 37) und vier Stadträte. Amtierender Fraktionsvorsitzender ist Johannes Hanisch.