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Koalition will den Windpark Oberlahn endgültig stoppen

Die Fraktionen aus CDU, FDP und FWG wollen das geplante Windparkprojekt Interkommunaler Windpark Oberlahn stoppen. Hierzu soll auf der Stadtverordnetenversammlung am 30. Juni 2016 ein Antrag eingebracht werden. Dieser soll auch verhindern, dass auf den gesamten städtischen Flächen Weilburgs keine Windräder entstehen sollen. Die drei Fraktionsvorsitzenden Johannes Hanisch (CDU), Gerhard Würz (FWG) und Hans Werner Bruchmeier (FDP) erklären dazu:

"Die Fraktionen von CDU, FWG und FDP wollen auf der nächsten Stadtverordnetenversammlung das Thema Windenergie in Weilburg beenden. Die weitere Entwicklung des geplanten Windparks Oberlahn wird daher am 30. Juni 2016 erstmals in einer der beteiligten drei Kommunen entschieden. „Nachdem wir seit mehreren Jahren das Projekt politisch behandelt haben, ist es jetzt Zeit für eine Entscheidung. Wir haben intensiv und lange darüber beraten und kommen als CDU, FWG und FDP zu dem Ergebnis: In Weilburg darf kein Windpark entstehen.“, so Johannes Hanisch, Fraktionsvorsitzender der CDU Fraktion. Im letzten Jahr sind alle eingeholten Berechnungen und Gutachten geprüft worden. Aus Sicht der drei Fraktionen war schon da klar, dass der Windpark Oberlahn nicht kommen darf. „Der Windstandort Weilburg ist einfach zu schwach und das Aufstellen von Windrädern lohnt sich nicht.“, ergänzt Gerhard Würz, Fraktionsvorsitzender der FWG in Weilburg. Auch Hans Werner Bruchmeier von der FDP sieht viele Probleme: „Es macht aus unserer Sicht daher überhaupt keinen Sinn, als Stadt Weilburg ein solches Risiko einzugehen. Auch seien viele Fragestellungen im Bereich Gesundheit, Natur- und Denkmalschutz noch nicht geklärt, zumal neue Horste des geschützten Schwarzstorches entdeckt worden sind. Hinzu komme, dass die Mehrheit der Weilburgerinnen und Weilburger den Windpark nicht will. Man habe mit dem Kommunalwahlergebnis einen klaren Auftrag vom Wähler bekommen, auch in Bezug auf die Windenergie. Sie passe nicht zu Weilburg und die Bürgerinnen und Bürger würden sie mehrheitlich auch nicht wollen. „Unsere klare Positionierung gegen einen Windpark im Rahmen der Kommunalwahl ist bestätigt worden und wir werden unser Wahlversprechen halten und den Wählerwillen umsetzen. In Weilburg soll es aus guten Gründen keine Windräder auf dem gesamten städtischem Gelände geben!“, fasst Hanisch das Ziel der bürgerlichen Koalition im Stadtparlament zusammen. Dazu werden die drei Fraktionen einen Antrag für die Stadtverordnetenversammlung am 30. Juni 2016 einbringen, der das gemeinsame Projekt „Interkommunaler Windpark Oberlahn“ zum Ende führen soll. Gleichzeitig soll beantragt werden, dass auch an anderen  öffentlichen Standorten im Weilburger Stadtgebiet sich keine Windräder drehen sollen. Das gilt auch dann, wenn ein fremder Investor Windkraftanlagen errichten wolle, so die neue politische Mehrheit in Weilburg. „Wir haben alle viel Zeit und Energie in das Thema Windenergie gesteckt, welches aus unserer Sicht jetzt entscheidungsreif ist. Für CDU, FWG und FDP steht die Beeinträchtigung der Bevölkerung, der Natur und der Kulturlandschaft durch einen Windpark in keinem Verhältnis zu dem Risiko und nur marginalen Einnahmen, wenn sie an einem Schwachwindstandort wie Weilburg überhaupt kommen sollten.“, so die abschließende Meinung der drei Fraktionsvorsitzenden."

 

Auch das Weilburger Tageblatt berichtet in seiner Ausgabe am 15.06.2016 über die Pläne der neuen Mehrheit in der Weilburger Stadtverordnetenversammlung:

Koalition will Windpark ad acta legen